Mittwoch, 10. Juni 2009

Medienmitteilung der Stadt Aarau

Aarau: Das Baugespann zum Stadion steht – die Pläne zur Gebietsentwicklung Torfeld Süd liegen öffentlich auf

Die Planungsdokumente zum Gebiet Torfeld Süd und das Stadionprojekt liegen vom 11. Juni bis 10. Juli 2009 öffentlich auf. Aufgrund der Eingaben im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung hat der Stadtrat Präzisierungen namentlich zu den Verkaufsnutzungen, zum Umweltschutz und zum Verkehr vorgenommen. Bei kontroversen Themen wie dem Zulassen von Zwischennutzungen versus hohe Wohnanteile hat er Kompromisse getroffen. Mit den privaten Grundeigentümern ist ein Planungsausgleichsvertrag zustande gekommen. Somit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur nachhaltigen Entwicklung des Gebiets Torfeld Süd getan worden.

Der Stadtrat hat die Zonenplanänderung und den Gestaltungsplan sowie den Umweltverträglichkeitsbericht für das neue Stadtquartier Torfeld Süd zur öffentlichen Auflage verabschiedet. Diese findet vom 11. Juni bis zum 10. Juli 2009 statt. Die Dokumente – samt den zugehörigen orientierenden Grundlagen – können im Rathaus während der ordentlichen Bürozeiten eingesehen werden. Unverbindlich sind die Unterlagen auch unter http://www.aarau.ch abrufbar. Gleichzeitig liegt auch das Baugesuch zum Stadion mit den Mantelnutzungen öffentlich auf.

Zehn Hektaren bisherige Industriezone sollen schrittweise zu einem urbanen Quartier werden
Kernelement der Quartierentwicklung ist das Stadion. Eine wichtige Rahmenbedingung ist auch das Bekenntnis zur industriellen Produktion am Standort Aarau, indem für Rockwell Automation AG die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Zentrales Anliegen der Planung ist das Anknüpfen an bestehende Siedlungsstrukturen, indem auf die Umgebung – insbesondere die südlich gelegenen Wohngebiete – Rücksicht genommen wird. Auch mit der expliziten Bezeichnung von vier erhaltenswerten Gebäuden sowie mit der Anordnung des 5000 Quadratmeter grossen öffentlichen Grün- und Freiraums und des Fuss- und Velowegnetzes wird auf die heutige Bebauungsstruktur abgestützt. Ein weiteres zentrales Ziel der Planung ist ein durchmischtes Gebiet, mit möglichst hohen Wohnanteilen an ruhigen Lagen.

Öffentliche Mitwirkung ergab wertvolle Anstösse zur Optimierung
Die insgesamt 193 Anträge aus der öffentlichen Mitwirkung haben zu verschiedenen Optimierungen der Planung geführt; so kann sowohl der Wohnanteil insgesamt gehoben, als auch Spielraum für Zwischennutzungen geschaffen werden. Bei den vielfältigen Anliegen im Bereich Verkehr sind verschiedene Projekte vorangetrieben worden: So konnte zusammen mit dem Kanton eine Lösung gefunden werden, um möglichst schon bei Inbetriebnahme des Stadions und seinen Mantelnutzungen die WSB-Haltestelle Torfeld verfügbar zu haben. Ebenso ist nun rechtlich gesichert, dass eine breite, hauptsächlich von den Entwicklern zu finanzierende Fussgänger- und Velopasserelle über die Eisenbahngleise führen wird. Auch können Lösungen für die Veranstaltungsparkierung vorgelegt werden, welche keine Wohngebiete mehr beeinträchtigen. Schliesslich konnten im Bereich der Umweltmassnahmen, vor allem im Bereich des nachhaltigen Bauens, Verbesserungen vorgenommen werden.

Transparenz schaffen
Gleichzeitig mit der Zonenplanänderung und dem Gestaltungsplan Torfeld Süd liegt das Baugesuch für das Stadion auf. Damit erhält die Planung bezüglich des Stadionprojekts, welches anhand des Baugespanns visuell wahrgenommen werden kann, erste wichtige Konturen. Auch hinsichtlich der Finanzierung der Infrastrukturen wird Transparenz geschaffen, indem der öffentlichrechtliche Vertrag zur Orientierung der öffentlichen Auflage beigelegt wird.