Einige werden sich gewundert haben, warum rund 40 Tage vor der Abstimmung über den Baukredit für ein neues Stadion im Torfeld Süd, nicht annähernd so gekämpft wird, wie vor der Vergabe des Projektierungskredits im letzten Herbst.Ist man sich im Pro-Lager zu siegessicher? Haben die Gegner kapituliert? Werden erst Eingaben im späteren Verlauf des Bauverfahrens bekämpft, oder haben sich die Parteien einvernehmlich geeinigt?
Es deutet vieles darauf hin, dass der Wille der Aarauer Stimmbürger, die sich mit einem deutlichen JA zum Projektierungskredit klar für ein Stadion ausgesprochen hatten, auch von den Gegnern eines Stadions respektiert wird. Dies wäre sehr erfreulich und würde zu einer gütlichen Lösung führen, die allen Beteiligten Vorteile erbrächte.
Für die Funkstille gibt es derweil verschiedene Gründe, ein ganz simpler: Es ist Winterpause und niemand interessiert sich für Fussball. Doch auch andere Gründe stimmen die Befürworter eines Stadions positiv: So konnten die Argumentationen der Gegner schon mehrfach widerlegt werden und weil das Vorhaben politisch und finanziell breit abgestützt ist, kann auch nicht von blinder Bauwut die Rede sein. Im Gegenteil: hinter dem Projekt steht mit FCA-Geschäftsleitungsmitglied René Herzog eine seriöse, treibende Kraft. Herzog versteht es, die Kräfte zu bündeln und die vielen Interessen, die im Zusammenhang mit dem Torfeld Süd bestehen, zusammen zu führen und nach vertretbaren Lösungen zu suchen.
Darüber hinaus konnten Unwahrheiten immer entkräftet werden: Bei den 17 Millionen handelt es sich nicht um Steuergelder, die Einkaufsgelegenheiten sind kein Vergleich mit dem Telli-Zentrum, die Anliegen der Quartierbewohner werden sehr wohl ernst genommen und in Lösungen umgesetzt.
Der zusätzliche Verkehr fliesst in die Planung mit ein und vom neuen Stadion profitieren nicht nur zwei Dutzend überbezahlte Sportler, sondern FCA-Junioren, Leichtathleten, Volleyballer, Rollschuhfahrer, Skater, Hobbysportler, Elite-Junioren. Dazu kommen Angestellte für den Betrieb und Unterhalt der Anlagen, Zulieferer und nicht zu vergessen Fussballfans, die an den Spielen Speiss und Trank konsumieren, Fan-Artikel kaufen und den FCA zum Sieg schreien und die Stadt Aarau für die ganze Region überhaupt erst interessant machen. Das sind mehrere Tausend Menschen die vom neuen Stadion in Aarau direkt und indirekt profitieren.
All diese Umstände mögen den Eindruck erklären, warum es ruhig geworden ist um das Stadion. Im Hintergrund wird in Wirklichkeit aber viel gearbeitet und Verhandlungen werden vernünftig geführt und nicht in aller Öffentlichkeit breitgeschlagen, womöglich noch mit irreführenden Statements. Eine weiterführung dieser seriösen Arbeitsweise ist sicher begrüssenswert und lässt darauf schliessen, dass auch am 24.Februar korrekt aufgeklärte Stimmbevölkerung an die Urne gerufen wird.
: Das Parkaus links bleibt bestehen, rechts davon entsteht das neue Stadion
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